Während ich diesen Artikel schreibe, schweife ich immer wieder ab. Ich bin mit meinen Gedanken bei dem, was ich heute alles noch erledigen möchte und muss, bevor wir morgen in den Urlaub fahren.
Die Urlaubscheckliste nochmal durchgehen, packen, dem Nachbarn Bescheid sagen, dass er bitte nächste Woche unsere Mülltonne rausstellt, Akkus nochmal aufladen, den Hausschlüssel zu unsere Putzfee bringen, Aufräumen, damit sie nächste Woche auch ohne Hindernislauf putzen kann usw. usw.
Kennst du das?
Du bist nie ganz bei der Sache, die du gerade tust, sondern schon viel weiter im Tagesablauf. Du planst schon in Gedanken den nächsten Schritt, obwohl du den, den du gerade machst, noch gar nicht fertig hast.
Du bist mit den Gedanken in der Zukunft und mit deinem Körper in der Gegenwart. Du bist nicht bei dir und dem, was du gerade tust.
Stress und Hektik hausgemacht
Wenn du immer mit den Gedanken schon einen Schritt weiter bist, während du mit deinem Körper in der Gegenwart verweilst, erzeugt das Stress und Hektik und kostet dich immens viel Kraft.
Dadurch, dass du nie bei dem bist, was du gerade tust, hast du das Gefühl, dass die Zeit einfach so vorbeirast. Und du wunderst dich, dass schon wieder ein Tag, ein Monat, ein Jahr vorüber ist.
Du verpasst die schönen Momente des Lebens, weil du sie nicht mehr bewusst wahrnimmst. Auf Dauer verlernst du, das Hier und Jetzt zu genießen.
Und noch etwas macht diese Haltung mit dir: Du bist am Ende eines Tages total erschöpft und hast trotzdem das Gefühl, nichts geschafft zu haben. Weil du eben nichts bewusst gemacht hast.
Du verlernst Pausen zu machen. Du kümmerst dich nicht um dich. Du gibst nicht auf dich acht. Du bist nicht achtsam.
Tu diese Woche etwas bewusst
Um wieder achtsamer mit dir und deiner Lebenszeit umzugehen, such dir etwas aus, was du diese Woche ganz bewusst machen willst. Nimm dir aber nur eine Sache für den Anfang vor.
Das kann das Duschen am Morgen sein, wenn du normalerweise unter der Dusche schon den ganzen Tag planst und dir überlegst, an was du unbedingt denken musst.
Spür, wie das Wasser an dir herunterläuft. Atme den Duft deines Duschgels ein, seife dich ganz bewusst ein. Beobachte, welche Körperstellen sich verspannt anfühlen, ob dir kalt wird, wenn du dich einseifst. Nimm diese Dusche mit allen Sinnen war und lass die Gedanken an den Tag wie Wolken einfach vorüberziehen.
Du kannst dich auch dafür entscheiden, einmal wieder achtsam zu essen. Mir ist Ende letzten Jahres bewusst geworden, wie sehr ich doch beim Essen schlinge und in Gedanken schon wieder ganz woanders als beim Essen bin.
Iss langsam, nimm den Geruch des Essens wahr, schmecke jeden Bissen, kaue gründlich und genieße das Essen mit allen Sinnen, auch wenn es nur eine einfache Mahlzeit ist.
Es gibt vieles, was du im Alltag achtsam und bewusst machen kannst, bewusst mit deinen Kindern spielen ohne nebenbei das Smartphone zu checken, achtsam und bewusst kochen, achtsam bügeln.
Tipps, was du achtsam und bewusst machen kannst, findest du hier und bei MyMonk.
Auf in einen bewussteren Alltag
Auch wenn du nur eine Sache diese Woche bewusst machst, wirst du merken, wie sich dein Alltag, dein Leben verändert.
Du wirst zufriedener, ausgeglichener, deine Stimmung verbessert sich, dein Stress wird weniger und du nimmst aus deinem Leben etwas Geschwindigkeit.
Probier es aus. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.
Entspannte Grüße
Birgit
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